Unterstufe

Wenn das Kind in die Schule kommt, lebt es noch stark im träumenden Miterleben von Mensch und Umwelt. Nachahmend wendet es sich dem Lehrer zu, der das zu Lernende dem Alter gemäß durch Sprache, Rhythmus und Bewegung lebendig werden lässt. Diese Nachahmungskräfte helfen leicht Gedichte und Lieder aufzunehmen oder das 1x1 auswendig zu lernen, bereits in den ersten Klassen in zwei Fremdsprachen zu sprechen, ein Musikinstrument zu spielen oder Stricken zu lernen. Im Mittelpunkt stehen Bilder in vom Lehrer erzählten Geschichten, Fabeln und Märchen. Das Kind wird so in gesunder Weise durch seelisches Ein- und Ausatmen mit den Unterrichtsinhalten vertraut.

Die Klasse wird während des gesamten Vormittags von der Klassen- lehrerin oder dem -lehrer begleitet, um den Kindern Anbindung und Hülle zu geben. Der Schulvormittag wird geführt und durchzogen von praktischem Tun (Handarbeit, Eurythmie, Spielturnen, Sinnesschulung), in der äußeren Bewegung und der inneren, seelischen Bewegung (Malen, Singen, Musizieren, Lauschen der Geschichten). Gelernt wird in größeren Rhythmen, in Epochen, in denen sich das Kind dem Formenzeichnen, Schreiben und Rechnen zuwendet

Zur 3. Klasse hin stellt sich das Kind mehr und mehr der Welt gegenüber.
Dieses neue Verhältnis zur Welt lässt nun das Kind seinen Horizont erweitern. Dem wird durch verschiedene Projekte Rechnung getragen, in denen sich das Kind schaffend mit der Welt, die es umgibt, auseinandersetzt. So richtet das Kind in der Ackerbau-, Hausbau- und der Handwerkerepoche seinen Blick durch das tätige Miterleben auf die aktive Gestaltung der Umwelt.